Klinische Sozialarbeit


Das IPSG vertritt in Praxis, Forschung und Weiterbildung Konzepte der Klinischen Sozialarbeit. Im Bereich der Forschungsaktivitäten wurden intensive Entwicklungsarbeiten zu Konzepten und zur Praxis Klinischer Sozialarbeit weitergeführt, was im September 2003 zu Fertigestellung des ersten deutschen Lehrbuches für Klinische Sozialarbeit führte (im Frühjahr 2004 bei Juventa erschienen). Prof. Dr. Pauls war wiederum Referent und Diskussionsteilnehmer bei Symposien und Kongressen u.a. der Deutschen Gesellschaft für Sozialarbeit (DGS), der Deutschen Vereinigung für Sozialarbeit im Gesundheitswesen (DVSG), Fachtagungen zur Klinischen Sozialarbeit an der ASFH-Berlin und der FH-Coburg.

Klinische Sozialarbeit meint nicht Soziale Arbeit in Krankenhäusern, sondern fachlich spezialisierte Sozialarbeit mit gestörten, kranken, behinderten Menschen. Klinische Sozialarbeit ist eine spezielle Praxis der Profession, die den psycho-sozialen Kontext der Behandlung von Störungen und Krankheiten zentral stellt. Klinische Sozialarbeit diagnostiziert und behandelt Behinderung, Beeinträchtigung und Krankheit von Menschen, oder Menschen, die davon bedroht sind (Prävention). Sie stützt und stärkt ihr Klientel und dessen soziales Umfeld im Alltag durch Beratung, sozio- und psychotherapeutische Maßnahmen, Begleitung, Betreuung und soziale Unterstützung. Das berufliche Profil einer "Klinischen Sozialarbeit" verspricht im Professionalisierungsprozess der Sozialen Arbeit auf drei zentralen Ebenen grundlegende Fortschritte:


» in wissenschaftlicher Hinsicht klarere theoretische Gegenstandsbereiche und kohärentere methodische Strategien

» unter dem Institutionalisierungsaspekt eine stärkere Position klinisch orientierter Sozialer Arbeit in der interdisziplinären Arbeitsteilung

» in Hinsicht des Expertentums eine verbesserte Fachlichkeit


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